„Lützenschlucht – Effringen-Marienkirche – Wildberg“
Die gute Nachricht zuerst. Tatsächlich hatte es nach tagelangen Niederschlägen nicht geregnet. Diejenigen, die sich vom schlechten Wetter nicht abhalten ließen sich anzumelden, wurden mit einer gelungenen Wanderung belohnt.
Der Omnibus der Firma Hassler brachte uns am späten Vormittag nach Wildberg. Nach einer kurzen Eingeh- und Kennenlernstrecke ging es hinein in die Lützenschlucht. Der Waldweg war an vielen Stellen rutschig und die Treppenstufen feucht, manche Wurzel ragte aus dem Boden. Es war also Vorsicht und Konzentration gefragt. Ohne Sturz oder Ausrutscher erreichten alle einen kleinen Kessel, in dem wir direkt am Lützenbach eine Pause einlegten. Die letzten Meter aus der Schlucht heraus waren dann gut zu gehen und eröffneten noch einmal tiefen Einblick hinunter auf den kleinen Bach. Auf der Hochebene angenommen empfing uns ein leichter Wind, der die warmgelaufenen Körper herrlich abkühlte. Über die Hochfläche ging es dann hinüber nach Effringen.
Ziel war die Evang. Pfarrkirche „Unserer Lieben Frau“. Alle waren Neugierig auf die angeblich schönste Kirche in Württemberg. Am Ortsrand angekommen führte die Straße „Bergsteig“ hinunter direkt auf die Kirche zu. Erwartet wurden wir von einem Kirchenführer, der uns die wesentlichen Daten und Besonderheiten in verständlicher Form erklärte. Beindruckt von der bunt bemalten, von Steinsäulen getragenen Kreuzrippendecke, wähnten wir uns am Ende der Führung. Dann stellte der Kirchenführer die Frage: „Möchte noch jemand auf den Turm steigen“. Kein einziges Nein war zu hören. Der Aufstieg begann harmlos auf die Empore. Dort öffnete sich eine kleine Tür, durch die es auf eine etwa 60 Zentimeter schmale Wendeltreppe aus groben Stufen hinüberzusteigen galt. Oben angekommen belohnte uns ein toller Blick über den Schwarzwald, insbesondere auf Wildberg, wo unser letztes Ziel auf uns wartete. Der Weg führte uns hinab über Feldwege, durch den Wald, entlang der Hauptstraße mit einem gigantischen Blick über die Stadt, eine Natursteintreppe mit 144 Stufen bis hinunter in den Park. Durch den blumengeschmückten Bereich innerhalb der ehemaligen Klostermauern, vorbei an der Schäferlaufwiese und entlang der Nagold, erreichten wir schließlich das Hotel „Krone“. Essen und Trinken wurde serviert, so dass kein Wunsch unerfüllt blieb. Der Bus stand inzwischen auch bereit und so endete diese Tageswanderung bei bestem Wanderwetter mit schönen Eindrücken und der Freude, mit dabei gewesen zu sein.
Ein Dankeschön an die Mitwanderer*innen von Edeltraud und Gerhard Berner